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I. E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin

Heute:
  • 7 Februar 2012
  • 14 Schevat 5772

1813 - 1845

Im Kompostellhof, fand das Philanthropin für die nächsten zweiunddreißig Jahre ein neues Domizil. Die pädagogischen Grundgedanken basierten auf den Ideen Rousseaus, der praktisches, auch beruflich verwertbares Wissen an Kinder aller Stände forderte aber auch den Gedanken Pestalozzis, der Wert auf die Bildung von Verstand und Vernunft bei Kindern legte. Das Ziel, den Schülern allgemeine Verstandesfähigkeiten und praktische Kenntnisse zu vermitteln, fand bei den Mitgliedern der Israelitischen Gemeinde großen Anklang. Schon bald unterstützten sie die Schule und schickten ihre Kinder gegen Schulgeld ins Philanthropin. 1819 wurde die Finanzierung von der Israelitischen Gemeinde übernommen.

Aber nicht nur die Unterrichtsmethoden waren modern. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Philanthropin zum Träger der liberal-religiösen jüdischen Reformbewegung.

Von hier aus gingen Impulse für einen Gottesdienst in deutscher Sprache, die weit über Frankfurt hinaus wirkten. In den Andachtsstunden in der Synagoge im Kompostellhof betete und sang man nicht mehr Hebräisch, sondern Deutsch.

Israelitische Real- und Volksschule 1845

Südlich der Dominikanerkirche befand sich das neue Schulgebäude am Kompostellhof, dem seit 1828 auch eine Synagoge angeschlossen war.

Weiter zu den Jahren 1845 - 1908