• Startseite
  • Inhalt
  • Kontakt/Info
  • Druckversion
Logo: I. E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin

I. E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin

Heute:
  • 7 Februar 2012
  • 14 Schevat 5772

1845 - 1908

Inzwischen ist die Schule auf mehrere Hundert Schüler angewachsen und hat in der Rechneigrabenstraße ein größeres Gebäude bezogen. 1867 wurde das Philanthropin vom preußischen Kultusministerium als Realschule zweiter Ordnung (ohne Latein) anerkannt und auch eine Vor – und eine Mädchenschule wurden angegliedert.

Als eine der größten und anerkanntesten Schulen einer Israelitischen Gemeinde, hatte das Philanthropin über Frankfurt hinaus einen guten pädagogischen und wissenschaftlichen Ruf. Angesehene Lehrer, wie die Historiker Isaak Markus Jost und Isidor Kracauer, der Naturwissenschaftler und Botaniker Isaak Blum oder der Mathematiker Gustav Wertheim haben hier viele Jahre gelehrt.

Die Zahl der Schüler erreichte 1877 mit 874 ihren vorläufig höchsten Stand. Da inzwischen jüdische Schüler alle Bildungsanstalten besuchen konnten, wurde in den folgenden Jahren der Sinn einer jüdischen Schule in Frage gestellt. Auch war der Standort im Osten der Stadt für die zunehmend ins Nord- und Westend ziehende jüdische Bevölkerung nicht mehr günstig. Bis zur Jahrhundertwende sank die Schülerzahl auf 400. Dennoch wurde 1904 das 100jährige Jubiläum ausgiebig gefeiert.

Weiter zum Jahr 1908.