• Startseite
  • Inhalt
  • Kontakt/Info
  • Druckversion
Logo: I. E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin

I. E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin

Heute:
  • 7 Februar 2012
  • 14 Schevat 5772

1908 Haus Hebelstr.

Das Jahr 1908 markiert einen neuen Abschnitt in der Geschichte des Philanthropins. Ein neues Schulgebäude in der Hebelstraße konnte bezogen werden.

Philanthropin 1908

Das großzügig gestaltete Schulgebäude in der Hebelstraße entsprach den neuesten pädagogischen Ansprüchen und ließ erkennen, welchen hohen Wert die Israelitische Gemeinde auf die Ausbildung ihrer Kinder legte.

Grundriss 1908

Auf dem Grundriss aus dem Jahre 1908 ist deutlich die strikte Trennung des Jungen- vom Mädchenbereich zu erkennen. Die Jungen betraten die Schule durch den Eingang, den wir heute auch benutzen, die Mädchen gingen durch den heute verschlossenen rechten Eingang. Auch der Schulhof war durch einen Weg, den nur Lehrer betreten durften, in einen Jungen- und einen Mädchenhof aufgeteilt.. Hinter dem Schulhof ist ein Tennisplatz (!) eingezeichnet, an den sich allerdings kein Ehemaliger erinnern kann. Der Spielplatz für die Einführungsklasse ist genau dort, wo wir den Hof für die Eingangsstufe gebaut haben. Die Turnhalle befand sich dort, wo heute unsere Mensa zu finden ist, im Raum der Milchküche ist heute der NaWi-Raum.

Es war der Verdienst von Dr. Salo Adler, der die Schule seit 1900 leitete, dass sie zu einem neuen Profil fand. Dem nationalen Zeitgeist folgend, prägte jedoch nicht mehr der Geist der Aufklärung und eines alle Menschen umfassenden Weltbürgertums den Unterricht, sondern die Betonung des Deutschtums.
Die Schüler zu deutschen Bürgern zu erziehen, wurde zum obersten Ziel.

21 Klasenräume standen den 550 Schülern zur Verfügung:

Klassenraum

Die Klassenräume haben heute die gleiche Größe wie vor 100 Jahren. Nur, dass wir heute nicht mehr als 24 Schülerinnen und Schüler in einen Raum setzen, während früher teilweise über 50 Kinder sich in einem Raum drängten.

Eine Einführungsklasse für Fünf- und Sechsjährige

Einführungsklasse

Moderne Lehrräume für Physik und Chemie:

Hörsaal Physik

Eine Schulbibliothek mit über 15.000 Büchern:

Bibliothek

Ein Zeichensaal:

Zeichensaal

Die große Aula:

Aula-1935

Die Milchküche:

Die Milchküche

Die Milchküche war bei den Schülern besonders beliebt. Während der Pause erhielt dort jeder eine große Portion warme Milch.

Die Turnhalle:

Die Turnhalle

Das moderne Gebäude und seine verkehrgünstige Lage im Nordend ließ die Schülerzahlen wieder steigen.
Bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs gingen hier wieder 600 Kinder und Jugendliche zur Schule.

Eine ehemalige Schülerin erinnert sich:

„Unsere Klasse lag im untersten Stockwerk. Wir blieben alle vierzig sprachlos vor Erstaunen und Entzücken vor der Türe stehen - keine wollte ihren Fuß auf das spiegelglatte, auf Hochglanz polierte rote Linoleum setzen, das den Fußboden bedeckte. Rot war die Klassentüre, rot der Holzrahmen der großen Wandtafeln, rot der Klassenschrank und die Bänke. Die Tischplatten waren dunkel und glatt. Unser besonderes Interesse erregten die vielen Tafeln, die man aufwärts- und abwärts ziehen, zur Seite klappen oder um sich selbst drehen konnte. Es gab Zentralheizung, und elektrische Beleuchtung und sogar eine Art Airconditioning, Modell 1908, eine in die Wand eingelassene, durchlöcherte Klappe, die durch eine Kette verschoben werden konnte.“

Weiter zu den Jahren 1921 - 1933