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Logo: I. E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin

I. E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin

Heute:
  • 7 Februar 2012
  • 14 Schevat 5772

1921 - 1933

1921 kam Dr. Otto Driesen als neuer Direktor ans Philanthropin.

Mit ihm begann ein neuer Aufschwung, denn unter seiner Leitung wurden die Unterrichtsmethoden modernisiert und die Schule um einige Schulzweige zu einem „Schulwerk“ ausgebaut. Die Realschule wurde zum Reformgymnasium mit neusprachlichem Unterricht in den Eingangsklassen und mit Latein in den höheren Klassen erweitert. Ein Kindergarten und eine achtklassige Volksschule wurden angefügt. Vom Kindergarten bis zum Abitur konnten nun die Kinder das Philanthropin besuchen und auch eine einjährige Frauenschule wurde dem Lyzeum angegliedert, an der die jungen Mädchen Kenntnisse in allgemeinbildenden Fächern und in Hauswirtschaft erhielten.

Einmal in der Woche fand in der Aula Gesamtunterricht für alle Klassen statt, in dem die Schüler sie interessierende Fragen besprechen konnten. Aber auch Projektunterricht, freiwillige Arbeitsgemeinschaften und Diskussionsgruppen, zum Beispiel zum Thema „Probleme des Judentums“, gehörten zum pädagogischen Repertoire. Es gab eine Theatergruppe und ein Schulorchester, die bei Schulfesten und Feiertagen in der Aula auftraten, aber auch einen Sportverein, der von Reinhold Driesen, dem Sohn des Direktors, gegründet wurde und dem fast ein Drittel der Schüler angehörte.

Rund 900 Schüler und Schülerinnen besuchten Ende der zwanziger Jahre die Schule. Voller Hoffnung wurde 1929 das 125jährige Bestehen der ältesten und größten öffentlichen Schule einer jüdischen Gemeinde im damaligen Deutschland gefeiert.

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