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Logo: I. E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin

I. E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin

Heute:
  • 5 September 2010
  • 26 Elul 5770

1933 - 1942

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 veränderte sich die Situation am Philanthropin.

Da der Unterricht an den staatlichen Schulen für jüdische Schüler immer schwieriger wurde, kamen wieder mehr Schüler ans Philanthropin. 1935/36 waren es über 1200 Schüler und Schülerinnen.

Im Hinblick auf eine ungewisse Zukunft wurde der Lehrplan umgewandelt: Das Jüdische rückte mehr in den Mittelpunkt und die Kinder wurden gezielt auf die Auswanderung vorbereitet. Besonders gefördert wurde der Fremdsprachenunterricht. Seit 1937 wurden zwei Klassen eingerichtet, in denen anstelle des deutschen Abiturs die Cambridge School Certificate Examination abgelegt werden konnte. Aber auch der Werk- und der Sportunterricht wurden intensiviert.

Am 1. Oktober 1938 wurde dem Philanthropin der Status einer öffentlichen Schule aberkannt und es wurde zu einer rein jüdischen Schule erklärt. Nach der Kristallnacht wurden alle männlichen Lehrer unter 60 und alle Schüler über 16 Jahren im Konzentrationslager Buchenwald interniert. Nach der Zerstörung der Synagogen diente die Aula auch als Gotteshaus.

1939 fand die letzte Abiturprüfung statt.

Im selben Jahr musste die Jüdische Gemeinde das Gebäude in der Hebelstraße für eine geringe Summe an die Stadt Frankfurt verkaufen, für drei Jahre konnte die Schule die Räume zur Miete weiter benutzen.

Am 1. April 1941 werden auf Erlass der Reichsbehörde alle höheren jüdischen Schulen aufgelöst und am 30.Juni 1942 endgültig geschlossen.

Bis Kriegsende diente das Gebäude als Reservelazarett und als Notunterkunft für ausgebombte Frankfurter Bürger.

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