Unsere neue Schule - Die Zukunft hat begonnen
Oder: Ein Traum wurde wahr!
Dr. Dieter GraumannVersprochen ist versprochen: Gegen die vielen Zweifel und Zweifler, ja auch gegen viele Gesetze der Wahrscheinlichkeit ist es uns gelungen, die große Vision, im Philanthropin die rundum erneuerte jüdische Schule anzusiedeln, tatsächlich zu verwirklichen. Darauf können wir alle gemeinsam sehr stolz sein. Denn die neue Schule ist eine Schule für unsere Kinder und auch schon für die Kinder unserer Kinder.
Unsere Schule ist ausdrücklich offen für alle, natürlich auch für nicht-jüdische Kinder. So wollen wir im Kleinen ein Modell von friedlichem, tolerantem Miteinander vorleben. Freilich: Unsere Schule ist eine Schule für alle, aber nicht für alles.
Unsere Schule hat keinen diffusen multi-kulti Charakter - sie ist explizit jüdisch, und nichts anderes. Sie ist ausdrücklich nicht nur eine, sie ist die jüdische Schule der Stadt. Dabei ist das Jüdische nicht bloßes Beiwerk und auch kein an- und abwählbares Modul. Die Vermittlung von jüdischer Religion, Kultur, Geschichte, auch von jüdischem Lebensgefühl und die Stärkung jüdischer Identität sind Herz, Seele und Wesenskern unserer Schule. Das Jüdische ist an unserer Schule gewiss nicht alles. Aber ohne das Jüdische wäre unsere Schule nahezu nichts. Jedenfalls lohnt sich der außergewöhnlich große Aufwand, den wir alle, auch zu Recht, mit unserer Schule betreiben, nur, weil wir unseren Kindern auf diese Weise jüdisches Wissen vermitteln wollen.
Wir vermitteln unseren Kindern ein Stück jüdische Identität. Denn das wird doch wesentlich sein für unsere Zukunft als Juden überhaupt: Es muss uns gelingen, die Köpfe und Herzen unserer jungen Menschen zu gewinnen und sie für das Judentum regelrecht zu begeistern.
Die neue I.E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin: die Schule der Zukunft hat einen Namen. Und sie wird wirklich eine goldene Zukunft haben - wenn wir nur wollen!
Schuldezernent der Jüdischen Gemeinde, Dr. Dieter Graumann